Windpocken (Varizellen) – Gürtelrose (Herpes zoster)

Erreger, Vorkommen

Der Varizella-Zoster-Virus kann 2 verschiedene Krankheitsbilder verursachen: Die Windpocken und die Gürtelrose. Varizellen sind weltweit verbreitet und ist in Deutschland eine der häufigsten Infektionskrankheiten.

Infektionsweg

Die Windpocken werden meistens im Winter und im Frühling übertragen. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfchen beim Atmen oder Husten. Eine Infektion durch virushaltigen Bläscheninhalt oder Krusten als Schmierinfektion ist möglich. In der Schwangerschaft stellt die mütterliche Erkrankung 5 Tage vor bis 2 Tage nach der Geburt eine erhebliche gesundheitliche Bedrohung für das Neugeborene dar.

Ansteckungsfähigkeit

Sie beginnt 1-2 Tage vor dem Auftreten der Hautirritationen und endet 5-7 Tage nach Auftreten der letzten.

Klinische Symptomatik

Die Windpocken beginnen mit juckenden Exanthemen und Fieber für einen Zeitraum von 3-5 Tagen. Aus Exanthemen können sich innerhalb kurzer Zeit Blasen entwickeln, die sich durch Kratzen mit Bakterien infizieren können. Windpocken heilen im Normalfall narbenfrei ab, bei Kratzen mit einer folgenden Infektion können Narben zurückbleiben.

Die Gürtelrose kann sich nur ausbilden wenn die Person schon einmal an Windpocken erkrankt war. Vorwiegend tritt sie bei älteren Personen (immungeschwächten) auf. Bei Kindern verläuft die Erkrankung im Allgemeinen gutartig, bei Erwachsenen können erhebliche Schmerzen auftreten.

Diagnostik

Beide Erkrankungen sind meist durch ein typisches klinisches Bild gekennzeichnet, sodass eine spezifische Diagnostik nur in ausgewählten Fällen erforderlich ist.

Therapie

Bei den Windpocken wird eine sorgfältige Hautpflege empfohlen um eine sogenannte Superinfektion zu vermeiden. Die Gürtelrose wird mit virusbekämpfenden Tabletten und Schmerzmitteln behandelt.

Prävention

Erste Impfung 11.-14. Lebensmonat.
Zweite Impfung 15.-23. Lebensmonat.
Mindestabstand zwischen 2 Dosen beträgt 4-6 Wochen.