Masern

Erreger

Das Masernvirus ist sehr empfindlich gegenüber äußeren Einflüssen, wie erhöhten Temperaturen, Licht, UV-Strahlen, fettlösenden Substanzen und Desinfektionsmittel.

Vorkommen

Masern sind weltweit verbreitet. Aus globaler Sicht ist die Bedeutung der Masern in Entwicklungsländern, besonders in Afrika am größten. Hier gehören sie zu den zehn häufigsten Infektionskrankheiten und der Anteil tödlicher Verläufe ist besonders hoch. In Deutschland ist die Häufigkeit der Masern durch die seit etwa 30 Jahren praktizierten Impfung im Vergleich zur Vorimpfära zwar insgesamt deutlich zurückgegangen, doch kommt es immer wieder zu kleinräumigen Ausbrüchen.

Reservoir

Das natürliche Reservoir des Masernvirus bilden infizierte und akut erkrankte Menschen. Es besteht fort, solange eine ausreichende Zahl empfänglicher Individuen eine Zirkulation des Erregers ermöglicht.

Infektionsweg

Masern – eine der ansteckendsten Krankheiten – werden durch das Einatmen infektiöser Exspirationströpfchen (Sprechen) bzw. Tröpfchenkerne (Husten, Niesen) sowie durch Kontakt mit infektiösen Sekreten aus Nase oder Rachen übertragen. Das Masernvirus führt bereits bei kurzer Exposition zu einer Infektion.

Inkubationszeit

Gewöhnlich 8-10 Tage bis zum Beginn des katarrhalischen Stadiums, 14 Tage zum Ausbruch des Hautausschlages, im Einzelfall sind bis zu 21 Tage möglich. Die Ansteckungsfähigkeit beginnt bereits 5 Tage vor Auftreten des Hautausschlages und hält bis 4 Tage nach Auftreten an. Unmittelbar vor Erscheinen des Hautausschlages ist sie am größten.

Klinische Symptomatik

Masern beginnt mit Fieber, Bindehautentzündung, Schnupfen, Husten und einem Ausschlag am Gaumen. Typisch sind oft die nachweisbaren Koplik-Flecken (kalkspritzerartige weiße Flecken an der Mundschleimhaut). Das charakteristische Masernexanthem (bräunlich-rosafarbene Hautflecken) entsteht am 3.–7. Tag nach Auftreten der initialen Symptome. Es beginnt im Gesicht und hinter den Ohren und bleibt 4-7 Tage bestehen.

Die Folgen können bakterielle Superinfektionen sein, am häufigsten Mittelohrentzündung, Bronchitis, Lungenentzündungen und Durchfälle. Eine besonders gefürchtete Komplikation, die akute Hirnhautentzündung, zu der es in etwa 0,1 % der Fälle kommt, tritt etwa 4-7 Tage nach Auftreten des Ausschlages mit Kopfschmerzen, Fieber und Bewusstseinsstörungen bis zum Koma auf. Bei etwa 10-20 % der Betroffenen endet sie tödlich, bei etwa 20-30 % muss mit bleibenden Schäden des Zentralen Nervensystems gerechnet werden.

Präventive Maßnahme

Die Erstimpfung sollte im Alter von 11. bis zum 14. Lebensmonat erfolgen. Die Zweitimpfung sollte nach 8 Wochen bis 3 Monaten erfolgen. Sollte im Kindesalter keine Impfung stattgefunden haben, kann man problemlos durch eine Impfung einen Impfschutz bewirken.